Mit der eleganten Schimmelhündin Beatrix (Amor vom Hirschenacker x Sandy KS vom Moosbach), die erst im zweiten Feld steht, und der großrahmigen Braunen Yasmin (Uno KS vom Moosbach x Adda von der Sagterhöhe), nun beide Kurzhaar-Sieger, wird der Zwinger vom Moosbach auch in der weiteren Zukunft seinen bewährten Standard aufrecht zu erhalten wissen.
Ebenfalls das KS als Namenszusatz dürfen nun tragen Xanto vom Moosbach (Führer Dr. Anton Negele) und Yasmins Wurfbruder Yankee (Führer Andreas Bach).
Dieser Eintrag ist ganz der Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung 2010 gewidmet. Wir ergänzen das umfangreiche Bildmaterial immer weiter, ein Bericht des Züchters wurde eingestellt.
Aus den Richterberichten:
PNr. 23 Beatrix vom Moosbach, Fw. v, Führer: Richard Matt, bestanden KS
Feld: Die Hündin zeigt trotz der Windverhältnisse in allen 4 Suchengängen mit gutem Sprung und guter Kopfhaltung und immer richtig in den Wind drehend eine überzeugende Leistung. Sie kommt in ihren 4 Suchengängen mehrmals an Fasan, den sie fest macht und fest vorsteht. Bei abstreichendem Fasan und ablaufendem Hasen zeigt sie absoluten Gehorsam ohne Einwirkung des Führers. Bei Schussabgabe verhielt sie sich korrekt.
Wasser: Die Hündin nimmt sofort auf einmaligen Befehl das Wasser an und stöbert den gegenüberliegenden Schilfgürtel beeindruckend durch (zeigt mehrmals Wild). Die Arbeit mit Ente wurde ebenfalls zu vollster Zufriedenheit erledigt.
PNr. 24 Yasmin vom Moosbach, Fw. sg, Führer: Richard Matt, bestanden KS
Feld: Die Hündin zeigt anfänglich ein verhaltene Suche, die sie in den verbleibenden Suchengängen erheblich verbesserte. Sie kommt am Fasan und Hasen zum festen Vorstehen. Der hier gezeigte Gehorsam war korrekt. Bei Schussabgabe ebenfalls.
Wasser: Auf einmaligen Befehl nahm die Hündin das Wasser an und stöberte den Schilfgürtel überzeugend durch. Die Arbeit mit Ente wurde korrekt erledigt.
Die Richterberichte sind einsehbar auf der Seite des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes.
Kleemann-Nachlese

Richard Matt berichtet:
Während eines Gesprächs anlässlich der Zuchtrüdenausstellung in München, machte mir der Züchterkollege Franz S. das Angebot für 3 Tage nach Österreich zu kommen und dort Feldarbeit in riesigen und wildreichen Rübenäckern zu machen. So fuhren wir mit den Hunden Yasmin, Beatrix und Zeno, sowie drei Hunden vom Zwinger Königsleite die 650 km einfach 'mal schnell ins Marchfeld nach Österreich zum Üben. Heute muss ich sagen, dass ohne die Unterstützung von Franz S. und die Arbeit in den Rübenfeldern meine Hunde keine Chance gehabt hätten, die Prüfung zu bestehen. So wie die Hunde Wildwitterung bekamen, nahmen sie die Nase unter die Rübenblätter und waren verschwunden. Nach 20 oder 30 Metern kam dann flüchtendes Wild zum Vorschein (Flugwild und Hase) und sogleich die Hunde - für eine Kleemann-Prüfung einfach tödlich. Doch schon am zweiten oder dritten Tag konnten wir die Hunde zu prüfungskonformen Leistungen bringen. Saubere Suchengänge mit stetigem Sprung, guter Nasenführung, sicherem Vorstehen und sauberen Manieren am Wild waren der Erfolg. So traten wir dann am 4. Tag zufrieden und wesentlich zuversichtlicher die Heimreise an. Aber von wegen ausruhen! Wasserarbeit und auch Feldarbeit bestimmten den täglichen Rhythmus.
Da Andreas mit seiner Familie zu dem Zeitpunkt unseres Übens nicht dabei sein konnte, machten wir mit Yankee noch einen Übungstag in einem gut besetzten Hasenrevier. Dort zeigten die Hunde bereits ihr Können.
Am 9. September machten wir die letzte Wasserarbeit in einem für solche Vorbereitungen bestens geeigneten riesigen Wasser mit großen Schilfpartien, ca. 5 bis 6 ha groß. Die Leistungen aller Hunde ließen Hoffnung und Zuversicht wachsen.
Über Tschechien ging es ins Quartier nach Kleinhadersdorf ca. 25 km von Zistersdorf entfernt. Nachdem am Spätnachmittag der Letzte unserer Gruppe eingetroffen war, war, nach Bewegung und Fütterung der Hunde, Abendbrot angesagt. Aber keinem wollte es so recht schmecken. Was wohl die Ursache war?
Nach einem kurzen Drink ging es ins Bett. Am 23. September fuhren wir nach dem Frühstück in das Suchenlokal nach Zistersdorf, um die erste Hürde, Auslosung in die Gruppen, möglichst gut zu absolvieren. Zu meiner Freude konnte ich dort Herrn Anton Negele treffen, der den vierten Moosbacher gemeldet hatte.
Pünktlich um 13 Uhr begann die Zuchtschau. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl (151 Hunde) waren die Hunde in 4 Ringe, zweimal Rüden und zweimal Hündinnen, aufgeteilt. Beatrix konnte ihren mitgebrachten Formwert "Vorzüglich" mit nur positiven Bewertungen untermauern.




Erich Stärker, Andreas Bach, Andreas Seitz
Elisabeth Prinz, Irmgard Matt, Stefan Preißinger, Gabriele Stärker, Josef Schmidt (Richter).
Nach einem Pflichtgang in der Stichsuche verabschiedeten wir uns, obwohl Beatrix noch im Rennen war, da wir noch circa 6 Stunden Fahrzeit zu bewältigen hatten und es bereit 12.30 Uhr war. So entschieden wir uns für die Heimfahrt.