Jahresrückblick 2010 des Moosbachers

Im Frühjahr 2010 konnte der Moosbach–Zwinger leider keine Welpen vermelden. Die Wiederholungspaarung Sandy mal Treff wurde gemacht, doch die Natur verweigerte ihre Zustimmung.

Nachdem der Frühling die Äcker und Wiesen vom Schnee befreit hatte und etwas Vegetation in Erscheinung trat, begannen die Vorbereitungen zum Derby.

Die C Würfler waren an der Reihe. Cira, Cajus und Condor waren die Akteure. Fleißiges Arbeiten mit den Junghunden und ihren Erstlingsführern bescherte auf der Prüfung am 17. April dreimal einen 1. Preis. Condor absolvierte 2 Wochen später noch erfolgreich die VJP beim Verein Nordfränkischer JGHV.

So zwischendurch wurden die Hunde Beatrix, Byörn, Ariane und Akira für die Bringtreue vorbereitet, am 28. März absolvierten diese 4 Junghunde ihre Prüfung, dreimal mit Erfolg, Byörn wollte testen, was passiert, wenn er es nicht macht.

Eigentlich ohne Unterbrechung ging es weiter mit Übungen für die anstehenden Zuchtschauen. Des Weiteren waren Suchengänge in allen Variationen, Vorstehübungen und Gehorsam mit und ohne Wild angesagt.

Vor Pfingsten gab es eine Woche Pause, welche für geistige und ethische Dinge verplant war.

Am 3. Mai war bereits die Anmeldung für die Brauchbarkeit aktuell. So ca. alle 3 Wochen war ein Übungstag für Yoker und Birgit anberaumt. Sie sollten ja im Herbst VGP laufen.

Ab Juli waren dann regelmäßig Wasserarbeiten mit Beatrix, Yasmin, Zeno, sowie zwei Hunden vom Zwinger Königsleite, aktuell. Feldgänge, Vorstehübungen, Manieren am Wild, Gehorsam am Wild mit Schuss und Gehorsam ohne Wildberührung waren dann im zweitägigen Rhythmus angesagt.

Ende Juli wurden Yoker und Beatrix auf der VDH–Zuchtschau in Dresden vorgestellt. Mit der höchsten Auszeichnung, Formwert "Vorzüglich", CACIB und voll des Lobes traten alle vier ihren Heimweg nach Bayern an. Durch diesen Erfolg beflügelt, wurden dann die weiteren Wochen mit Wasser und Feldübungen ausgefüllt, mit dem Ziel die 39. Dr.-Kleemann-Zuchtausleseprüfung in der 38. Kalenderwoche in Österreich gut zu absolvieren. In den letzten zwei Wochen im August, sowie den ersten drei Wochen im September, waren dann täglich Wasser und Feldarbeiten angesagt.

Während eines Gesprächs anlässlich der Zuchtrüdenausstellung in München, machte mir der Züchterkollege Franz S. das Angebot für 3 Tage nach Österreich zu kommen und dort Feldarbeit in riesigen und wildreichen Rübenäckern zu machen. So fuhren wir mit den Hunden Yasmin, Beatrix und Zeno, sowie drei Hunden vom Zwinger Königsleite die 650 km einfach 'mal schnell ins Marchfeld nach Österreich zum Üben. Heute muss ich sagen, dass ohne die Unterstützung von Franz S. und die Arbeit in den Rübenfeldern meine Hunde keine Chance gehabt hätten, die Prüfung zu bestehen. So wie die Hunde Wildwitterung bekamen, nahmen sie die Nase unter die Rübenblätter und waren verschwunden. Nach 20 oder 30 Metern kam dann flüchtendes Wild zum Vorschein (Flugwild und Hase) und sogleich die Hunde - für eine Kleemann-Prüfung einfach tödlich. Doch schon am zweiten oder dritten Tag konnten wir die Hunde zu prüfungskonformen Leistungen bringen. Saubere Suchengänge mit stetigem Sprung, guter Nasenführung, sicherem Vorstehen und sauberen Manieren am Wild waren der Erfolg. So traten wir dann am 4. Tag zufrieden und wesentlich zuversichtlicher die Heimreise an. Aber von wegen ausruhen! Wasserarbeit und auch Feldarbeit bestimmten den täglichen Rhythmus.

Da Andreas mit seiner Familie zu dem Zeitpunkt unseres Übens nicht dabei sein konnte, machten wir mit Yankee noch einen Übungstag in einem gut besetzten Hasenrevier. Dort zeigten die Hunde bereits ihr Können.

Am 9. September machten wir die letzte Wasserarbeit in einem für solche Vorbereitungen bestens geeigneten riesigen Wasser mit großen Schilfpartien, ca. 5 bis 6 ha groß. Die Leistungen aller Hunde ließen Hoffnung und Zuversicht wachsen.

Am 22. September war es dann soweit. Meine Frau war zuständig für alles, außer Hund und Zubehör.

Über Tschechien ging es ins Quartier nach Kleinhadersdorf ca. 25 km von Zistersdorf entfernt. Nachdem am Spätnachmittag der Letzte unserer Gruppe eingetroffen war, war, nach Bewegung und Fütterung der Hunde, Abendbrot angesagt. Aber keinem wollte es so recht schmecken. Was wohl die Ursache war?

Nach einem kurzen Drink ging es ins Bett. Am 23. September fuhren wir nach dem Frühstück in das Suchenlokal nach Zistersdorf, um die erste Hürde, Auslosung in die Gruppen, möglichst gut zu absolvieren. Zu meiner Freude konnte ich dort Herrn Anton Negele treffen, der den vierten Moosbacher gemeldet hatte.

Yankee und Xantos losten sich neben Exel vom Schwabachtal in die Gruppe 27 mit Richterobmann Erich Stärker, Bea und Bella von der Königsleite in die Doppelführer-Gruppe mit Yasmin und Beatrix vom Moosbach, Gruppe 17 mit Richterobmann Gerd Schad. Seine Mitrichter waren Mf Karl Herrmann und Annette Miller. Der 5. Moosbacher, Zeno, konnte leider aus gesundheitlichen Gründen seiner Führerin nicht starten. Zeno war meines Erachtens einer der am besten vorbereiteten Hunde vom Klub DK-Franken. Cora vom Hirschenacker loste sich in die Gruppe 31, Diva Frankonia in die Gruppe 12.

Pünktlich um 13 Uhr begann die Zuchtschau. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl (151 Hunde) waren die Hunde in 4 Ringe, zweimal Rüden und zweimal Hündinnen, aufgeteilt. Beatrix konnte ihren mitgebrachten Formwert "Vorzüglich" mit nur positiven Bewertungen untermauern.

Yasmin wurde der mitgebrachte Formwert V nicht bestätigt, da sie einen etwas gedrückten Eindruck machte. (Der Grund war, wie sich zwei Wochen später zeigte, eine sehr schmerzhafte Entzündung im Genitalbereich.) Xantos wurde der Formwert "Vorzüglich" bestätigt. Yankee erhiellt den Formwert "Sehr Gut".

Am Freitag ging es nach dem Frühstück ca. 50 km zum Treffpunkt und Sammelplatz und von dort noch mal ca. 10 km ins Prüfungsrevier. Die Einteilung in der Gruppe 17 war wie folgt: Als Erste startete Nr. 21, Bea von der Königsleite, als Zweite Nr. 23, Beatrix vom Moosbach, Als Dritte Nr. 22, Bella von der Königsleite, und als Vierte Nr. 24, Yasmin vom Moosbach. Die Leistungen von Beatrix und Yasmin spiegeln sich in dem kurzen und prägnanten Richterberichtvon RO Gerd Schad wider. Nach der Wasserarbeit von Beatrix (Stöbern ohne Ente) hatte ich im Geheimen auf einen kleinen Buchstaben hinter der Bewertungsnote gehofft.


Nach der Benotungsverkündung der Hunde bedankte ich mich im Namen meiner Führerkollegen für die "harte aber faire" Bewertung. Die Anspannung wandelte sich schnell in Freude und Glücksgefühl. Auf dem Rückweg ins Suchenlokal erfuhr ich über die ebenfalls großen Erfolge von Yankee und Xantos. Ein wirklich schöner Erfolg. Vier mal KS bei vier Teilnehmern aus einem Zwinger = 100 % Erfolg – super! Zur Nachahmung empfohlen.

Am Festabend wurden dann ausgiebig und freudestrahlend die KS-Erfolge gefeiert.

Nach einem Pflichtgang in der Stichsuche verabschiedeten wir uns, obwohl Beatrix noch im Rennen war, da wir noch circa 6 Stunden Fahrzeit zu bewältigen hatten und es bereit 12.30 Uhr war. So entschieden wir uns für die Heimfahrt.

Kaum waren zwei Tage vorbei, schon ging es weiter mit der VGP Vorbereitung von Yoker und Ariane.

Am 9. Oktober stellte sich Herr Kapfer mit seinen Rüden Cyrus vom Moosbach bei mir vor, für welchen dann in Gehorsam und Führigkeit eine Grundlage geschaffen wurde.

Am 16. Oktober traten Yoker und Ariane neben 5 weiteren Teilnehmern zur VGP an. Bereits nach der ersten Arbeit, "Treibjagd", war es für Yoker vorbei. Eine Unaufmerksamkeit seiner Führerin führte zum Ungehorsam und somit zum Ausscheiden. Der Hund hatte sich fünfmal mit seinen Blicken an seine Führerin gewandt, was diese als Erstlingsführerin jedoch nicht bemerkte. Der Hund wertete dieses als Zusage seines Vorhabens und zeigte Ungehorsam. Seine Zwingerschwester Ariane mit ihrem Führer Hubert Braun konnte dann am Sonntag, den 7. Oktober als Suchensieger und mit geweiteter Brust das Suchenlokal verlassen.

Leider konnte ich trotz intensiver Bemühungen bei zwei Vereinen, welche noch eine VGP ausrichteten, keinen freien Platz mehr erreichen, aber im nächsten Jahr machen die beiden, Yoker und Birgit, es sicherlich besser.

Zum Abschluss des Prüfungsjahres 2010 konnte ich neben Nora mit Byörn und Birgit mit Yoker, noch Regina mit Cajus (20 Monate alt) zur Teilnahme an der Bringtreue animieren. Nach einer intensiven Übungseinheit meisterten alle drei Hunde, Byörn, Yoker und Cajus mit Bravour ihre Aufgaben. Bei vier Teilnehmern wurde Byörn mit einer Zeit von 2 Minuten Suchensieger.

Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2010 bleiben mir noch drei Dinge zu tun:

Als Erstes Glückwunsch und Waidmannsheil und Rüd- Ho an alle erfolgreichen Führer, sowie Danke für euer Mittun.

Als Zweites möchte ich allen die mich bzw. uns in irgendeiner Form unterstützt haben (Elisabeth und Armin P., Josef R., Peter H., Johann B, Irene K., Ilona I., Thomas H., Stefan P., Andreas B., Birgit P., Stefan G., Manfred Sch., Siegfried K., Rainer M., Günther Sch., Nora B. und selbstverständlich auch meiner Frau) ein herzliches Danke sagen!!!

Und als Drittes wünsche ich mir ein gutes Gelingen in Bezug Weiterzucht, sodass die erfolgreichen Moosbacher ihre nicht alltäglichen Anlagen an ihre Kinder vererben können.

Noch einmal Danke an alle, die mich in irgendeiner Form unterstützt haben. Weiterhin Rüd- Ho und Waidmannsheil

Euer Moosbacher