Jagdliche Erlebnisse mit Tasso (Yankee vom Moosbach)

Nachsuche auf einen Rehbock

Petra Bach schreibt: Nach einem langen wunderbaren Ansitz auf einen Rehbock war es schon ziemlich spät geworden, als ich endlich zum Schuß auf einen kapitalen Rehbock kam. Leider sprang der Bock nach dem Schuß in einen dicht bewachsenen Abhang, so daß ich von meinem Sitz aus nicht beobachten konnte, ob und wo er liegt. Ich rief meinen Mann über Handy an, denn leider hatte ich meine Taschenlampe vergessen. Aber auch mein Mann hatte keine Taschenlampe dabei. Aber nicht verzagen, Tasso fragen. Zum Glück kam mein Mann mit unserem Tasso und nachdem wir ihm das Bringselverweisen gelehrt hatten, hofften wir, so den Rehbock zu finden. Es war schon relativ dunkel aber Tasso nahm nach dem Ansetzen am Anschuß sofort die Spur auf. Ich konnte auf Grund der Dunkelheit gerade noch erkennen, dass er genau in die richtige Richtung lief, wo der Rehbock zuletzt gestanden hatte. Nachdem er im dicht bewachsen Abhang verschwunden war, dauerte es nicht lange und er kam mit dem Bringsel im Fang zurück. Wir nahmen es im aus, setzten ihn wieder an und folgten ihm, dies wiederholten wir ca. 4 mal bis wir dann am Stück angekommen waren. Es war wunderbar zu sehen wie gut er das Gelernte umsetzte, er hatte richtig Spaß daran. Wir hatten Freude daran, weil alles so gut geklappt hat, er uns den Rehbock freudig gezeigt hat und wir trotz aller Vergesslichkeit (Taschenlampe) uns auf unseren Hund Tasso (Yankee vom Moosbach) verlassen konnten und das Stück letztendlich problemlos gefunden hatten und bergen konnten.

Entenjagd an der Naab

Andreas Bach: Am letzten Tag der Schusszeit für Enten am 15. Januar 2010 wurde noch einmal eine große Entenjagd abgehalten. Es hatte ca. minus 6 Grad und es lag verhältnismäßig viel Schnee für unsere Gegend. Nachdem wir an einem Fluß jagen, läuft die Entenjagd etwas anders ab als an einem See oder Weiher. Auf einer Flusslänge von ca. 2 km werden die Jäger in ausreichender Entfernung zum Ufer abgestellt.

Wenn jeder seinen Platz hat gibt der Jagdherr ein Handzeichen und alle marschieren leise und vorsichtig in einer Schützenkette an das Flussufer. Erst nachdem alle am Ufer stehen und die Enten auffliegen wird geschossen. Die toten Enten werden von einem Boot eingesammelt, das am untersten Ende der Schützenkette im Wasser gewartet hat, denn die toten Enten treiben dem Boot genau entgegen. Leider sind nicht alle Enten sofort tot und hier kommen dann die Hunde zum Einsatz. Diese müssen sich über die ca. 70 m breite Naab schicken lassen und dort selbständig das Flussufer ab- oder aufwärts absuchen. Erschwerend kommt hinzu, dass auf der anderen Flussseite eine Bundesstraße direkt am Ufer entlang führt, sodass die Hunde sehr gehorsam sein müssen, um nicht überfahren zu werden. Nun ist es so, dass zwar einige wenige Jäger wenigstens einen Hund dabei haben, aber leider nicht alle dieser Aufgabe gewachsen sind.

Nachdem wir mit unserem Hund gerade diese Arbeit für die verschiedenen Prüfungen geübt hatten und er ein absoluter Wasserliebhaber ist, ist es meistens so dass er diese schwierige Aufgabe übernehmen muss und darf. So auch an diesem Tag. Es wurden uns einige beschossene Enten gemeldet, die er suchen sollte. Also wurde er über das Wasser geschickt und nahm sofort seine Arbeit auf.


Bei einer Ente suchte er das Ufer ca. 1 km lang ab, da diese Ente immer wieder abtauchte und Unterwasser weiter schwamm, aber er ließ nicht locker bis er Sie schließlich aufs offene Wasser trieb, dort konnte sie dann durch einen gezielten Schrotschuß erlegt werden, der Hund der ihr hinterher schwamm nahm sie sofort auf und brachte sie mir. Dies war ein gelungener Jagdabschluß für meinen Hund und mich.

Da dies nur eine von mehreren Enten war die unser Hund auf der anderen Naabseite nachsuchen musste hatte er die Naab vorher schon einige Male überquert, musste immer wieder das Ufer absuchen, evtl. aussteigen, selbständig die Enten aufnehmen und mit ihnen wieder ins Wasser steigen und zurück schwimmen und das bei -6°C.

Ich denke da gehört schon einige Wasserpassion des Hundes dazu.


Die Redaktion bedankt sich ganz herzlich bei den Eheleuten Bach und ja, das denken wir auch!