Sandra und Kati - ein "Dreamteam"!

Sandra und Kati bestanden bravourös die "Nachsuche auf künstlicher Fährte ohne Richterbegleitung" beim JGV Donau-Altmühlecke im Geisenfelder Forst!



Am 22.07.18 fand diese sehr anspruchsvolle Nachsuchenprüfung statt, an der nur Gespanne teilnehmen können, die eine VSwP bestanden haben. Kati hat bereits sowohl die 20h- als auch die 40h-Fährte erfolgreich absolviert, also war es konsequent, sich auch dieser schwierigen Prüfung zu stellen.

Hier Sandras Bericht:

Man muss bei dieser Prüfung innerhalb von 2 Stunden ohne Richterbegleitung am Stück sein.
Die Fährtenlänge beträgt 1000m, steht 20h und wird mit 1/8l Schweiß getupft.
Es gilt Verweiserblätter (4 Stück) und Wundbettblätter (auch 4) zu finden, was nur möglich ist, wenn der Hund fährtentreu ist. Jedes Gespann hat seinen eigenen Richter, der den Anschuss weist, dann in die Nähe des ausgelegten Stückes entschwindet und wartet...

Die Blätter (ihre Art wird erst zu Prüfungsbeginn bekannt gegeben) sind gelocht und mit einem dürren Holzästchen auf der Fährte fest gepinnt.


Schwer zu finden, grünes Blatt auf grünem Grund! Man muss sich völlig auf seinen Hund verlassen. Kati hat alle gefundenen Blätter mit der Nase "angestempelt", als würde sie bei der Post arbeiten. Sie ging ruhig, in gemäßigtem Tempo und nur so war es möglich, Blätter zu finden und aufzuheben.

In diesem Waldstück hatten Sauen frisch gebrochen, was die Hunde natürlich sehr interessierte. Auch Kati war dadurch leicht irritiert. Anders als bei einer VSwP ist man hier völlig auf sich allein gestellt.  Kein Richtergremium dabei, an deren Gesichtern man vielleicht irgendetwas ablesen könnte. Man muss, wie bei einer echten Nachsuche, absolut seinem Hund vertrauen.

Ein Richter erzählte im Nachhinein, dass sich ein Gespann bei dieser Prüfung schon mal 5km von der Fährte entfernt hatte. Ist man nach 2 Stunden nicht am Stück, muss der zugeteilte Richter auf die Suche nach den Suchenden gehen.

Wir haben 6 (!) Blätter gefunden und sind in guter Zeit am Stück angekommen. Somit waren wir das beste Team.
Dafür gab es neben Urkunde, Bronzesiegel und Messer für uns zusätzlich zwei Flaschen Wein, der des Abends zuhause zur Feier des Tages getrunken wurde.

Diese Prüfung war wirklich eine tolle und ungewöhnliche Erfahrung!





Eine herausragende Leistung, eigenständig erarbeitet, quasi "learning by doing"!
Guter Hund und gute Führerin!

Herzlichen Glückwunsch euch beiden und immer Waidmannsheil!

Juli 2018