Nachsuche Kanadagans

12. Dezember 2013: Ein Mitjäger hatte am frühen Morgen nach dem Ansitz auf dem See eine Kanadagans beschossen, die sichtbar getroffen auf dem Wasser trieb. Er eilte nach Hause, um seinen Hund zu holen und als er wenig später zurückkam, war die Gans weg! Er suchte mit Hund das Ufer ab, nichts!


Mein Kurzhaariger und ich machten uns am späteren Vormittag auf die Suche – die Gans konnte doch nicht verschwunden sein! Wir liefen am Ufer entlang, Federn waren zu sehen, aber keine Gans. Der Hund trabte mit hoher Nase voran, den Blick immer über den See gerichtet. Zum gegenüberliegenden Ufer sind es über die Wasserfläche mehr als 100 Meter. So machten wir uns auf die Wanderung um den See und tatsächlich konnte ich mit dem Fernglas die Gans unter dem Uferbewuchs gegenüber ausmachen. Dort angekommen, zeigte mein Hund, dass er sie in der Nase hatte. Zielstrebig zog er am Ufer entlang und stand hinter Weidengeäst vor. Ich konnte nichts erkennen. Als ich weiter ans Ufer trat, sah ich den Bürzel der Gans aus dem Gebüsch ragen. Die Flinte war bereit und ich trat die Gans heraus, die  geflügelt auf den See hinausschwamm. Dort konnte ich sie sicher erlegen. Der Hund apportierte brav.
Die Gans hatte sich flugunfähig  über das offene Wasser ans andere Ufer geflüchtet. Das erschien meinem Jagdkollegen innerhalb der kurzen Zeit so unmöglich, dass er dort gar nicht nachsuchte.

Mir kam  es  vor, als hätte mein Hund die Gans schon am diesseitigen Ufer gewittert, so, wie er sich benahm. Er führte mich zielstrebig zum Wild!