Irene Tränkenschuh-Kerling (Zeno vom Moosbach)





Im Sommer 2007 entschlossen wir uns, erstmals einen Jagdhund anzuschaffen, da ich meinen Jagdschein gemacht hatte. Ein Deutsch Kurzhaar sollte es sein, der Zwinger nicht so weit entfernt und die Abgabe des Welpen Ende August. Somit fiel unsere Wahl auf den Zwinger "vom Moosbach"  des Züchters Richard Matt. Hier lag ein Wurf, aus dem noch ein Rüde zu haben war.

Ende Juli besuchten wir Familie Matt, um den Welpen in Augenschein zu nehmen - wir waren von Anfang an begeistert!


Der Zwinger war vorbildlich, die Situation für die Hunde bestens. Herr Matt demonstrierte uns, dass er mit der Früherziehung der Welpen bereits begonnen hatte – sie waren an den Schuss gewöhnt und hatten bereits Erfahrungen mit der Reizangel (Animation zum Hetzen, zum Greifen, zum Vorstehen und Ausgeben der Beute). Bei den täglichen Spaziergängen wurden sie auch mit dem Wasser vertraut gemacht.

Dieses Engagement des Züchters beeindruckte uns und wir hätten Zeno am liebsten gleich mitgenommen. Am 31.08.2007 war es dann endlich soweit – unser neuer „Hausgenosse“ wurde abgeholt.

Neben den Papieren bekamen wir von Herrn Matt noch eine Mappe mit Tipps zur Hundeabrichtung und einer Beschreibung der Rasse DK, hilfreich für einen „Neuling“ in der Jagdhundeausbildung. Schon damals wies der Züchter auf die bevorstehenden Prüfungen, Derby und Solms, hin und bot seine Unterstützung bei der Vorbereitung an.

Der Ernst des Lebens beginnt: Das erste "Down"! Der Züchter, Zeno und Irene Kerling.

In der Folgezeit stand er uns immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es Fragen gab.

Ab Februar 2008 fanden regelmäßig Übungsnachmittage zur Derby – Vorbereitung statt. Suche im Feld in verschiedenen Revieren, Schussfestigkeit (u.a.Besuch eines Schießplatzes), Übungen zum Vorstehen mit Wild im Käfig – all das arrangierte der Züchter. Somit wurde uns Hundeführern das Rüstzeug zum eigenständigen Üben gegeben, ohne das es nicht geht.

Auch an den Vorstehtagen, die der Vorbereitung zum Derby dienten, stand er uns helfend zur Seite. Somit war der 1.Preis im Derby gut erarbeitet!

Parallel zur Vorbereitung auf die Solms im September nahm Zeno an einem Brauchbarkeitskurs teil, die Lerninhalte Solms/Brauchbarkeitsprüfung entsprachen sich in den meisten Punkten. Auch hier kam immer wieder das feed back des Züchters, der sich stets ein Bild vom Ausbildungsstand seiner Hunde machte und, wo nötig, helfend eingriff. So führte er mehrere Übungstage bei sich oder in anderen Revieren durch, um die Hunde gut auf die Solms vorzubereiten. Was auch gelang, denn diese Prüfung meisterte Zeno ebenfalls im 1.Preis!

Im November stand die Bringtreue – Prüfung an, deren Bestehen durch das Training mit dem Züchter gewährleistet war!

Für das Jahr 2009 standen noch zwei Prüfungen auf dem Plan: Die VGP am 3./4.10.09 und die IKP vom 15. – 18.10.09!

Die Vorbereitung auf die VGP war ein hartes Stück Arbeit, aber auch hier war die Unterstützung durch den Züchter sehr hilfreich. Er hat Schweißfährten gelegt und die Arbeit korrigiert und verbessert; wir haben uns gegenseitig Schleppen gezogen, Treibjagden simuliert, konnten in seinem Revier das Stöbern und Buschieren üben und er organisierte schilfreiche Gewässer zum Arbeiten. An jedem Übungstag nahm man ein Mehr an Erfahrung und Einsicht für die eigene Arbeit mit nach Hause.

Die beiden haben gut Lachen!

Auch dieser Trainingseinsatz wurde mit einem 1.Preis und 322 Punkten in der VGP belohnt!

Die IKP fand nur 2 Wochen später in Nordfriesland statt – wir bekamen den „letzten Schliff“ vom Züchter in puncto Wasserarbeit, Gehorsam am Wild, weiträumige Suche, sicheres Vorstehen und Schussfestigkeit.

Alle Hunde waren sehr gut vorbereitet und gemeinsam fuhren wir nach Norden.

Auf der Zuchtschau bekamen alle Moosbacher Hunde den Formwert V!

Der Prüfungstag selbst war geprägt von orkanartigen Böen mit Windstärke 8, und somit waren die Bedingungen für die Hunde äußerst schwierig, besonders am Wasser, da hoher Wellengang die Oberfläche aufwühlte. Hier konnten unsere DKs leider nicht zeigen, über welches Potential sie verfügen! Zeno und ich durften uns dennoch über einen 2.Preis mit 131 Punkten freuen!

Dass ich mit meinem Hund all diese Prüfungen überhaupt angegangen und dann noch bestanden habe, verdanke ich auch dem Engagement des Züchters. Natürlich muss man selbst den Willen haben, sich den Prüfungen zu stellen und das bedeutet viel Arbeit, Zeitaufwand und bisweilen Fahrerei. Aber man kann sich – hat man den Entschluss gefasst, die Prüfungen zu absolvieren - der Hilfe des Züchters sicher sein! Und man wächst im Laufe der Ausbildung mit seinem Hund zusammen, wird ein Team.

Jetzt genieße ich die Gesellschaftsjagden mit ihm, wo er nicht selten Bewunderung erntet, da er so ruhig, zuverlässig und zielstrebig arbeitet.